Die schamanische Reise als spiritueller Weg zu dir selbst

26. Aug. 2025 | Rituale, Schamanismus

Niemals hätte ich geglaubt, dass mir das schamanische Reisen auf meinem Lebensweg so viel Kraft, Zuversicht und Impulse schenken würde. Während meiner ersten Yogalehrerausbildung kam ich das erste Mal mit dem Begriff Schamanismus in Berührung. Damals wusste ich allerdings nicht, wie und wo ich ihn einordnen sollte -er klang irgendwie fremd für mich. So fokussierte ich mich weiter auf Yoga, bis ich irgendwann doch neugierig war, zu erfahren, was es mit Schamanismus auf sich hat. Schon bei meiner ersten schamanische Reise begegnete ich meinen Spirits bzw. Krafttieren. Von da an änderte sich meine Sicht auf die Welt und ich beschloss, mich selbst mit der Ausbildung „Yoga und schamanisches Heilen“ auf den Weg zu machen, um in die faszinierende Welt des Schamanismus einzutauchen.

Mit der schamanischen Reise zur Quelle deiner Weisheit

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Die schamanische Reise ist ein Weg zu altem Wissen und Weisheit – alles ist bereits da, wie Maha, meine schamanische Lehrerin, immer sagt. Und so sind auch bereits alle Antworten auf deine Fragen und Blockaden da, an denen du dir in der alltäglichen Wirklichkeit so manches Mal verzweifelt die Zähne ausbeißt. Für mich bedeutet die schamanische Reise auch immer wieder eine Rückverbindung mit meiner wahren Essenz, die im täglichen 9-to-5-Einerlei oft untergeht. Jeder kann die Technik der schamanischen Reise erlernen. Allerdings solltest du psychisch gefestigt und offen sein für neue spirituelle Erfahrungen.

Du kannst dich allein von einem Schamanen in die Anderswelt führen lassen oder in der Gruppe. Wichtig ist, dass vor der Reise der Heilige Raum geöffnet wird. Du kannst im Sitzen reisen oder entspannt im Liegen. Während der schamanischen Reise befindest du dich in einem veränderten Bewusstseinszustand, in dem du dich außerhalb von Raum und Zeit der nicht-alltäglichen Wirklichkeit bewegst. Die monotonen tranceartigen Klänge von Trommel oder Rassel tragen deine Seele in die Anderswelt.

Forschungsergebnisse zeigen, dass sich Gehirnwellen während der schamanischen Trance, ausgelöst durch den Rhythmus von etwa 205-220 Schlägen/Minute, im Alpha- oder Theta-Bereich bewegen, in den du auch bei tiefen Meditationen gelangst. Mit diesem entspannten und dennoch hellwachen Geist bereist du die Anderswelt. Du bist vollkommen in deinem eigenen Hier und Jetzt, weit entfernt von jeglichem zermürbendem Gedankenkarussell. Auf jeder Reise verbindest du dich mit Hilfe deiner Spirits mit deiner spirituellen (Auf-) Gabe, deiner (verschütteten) Seelenheimat und begegnest Kräften, die dir wohlgesonnen sind.

Für mich ist die schamanische Reise einer Pilgerreise gleich, nur findet sie in der Anderswelt und nicht in der alltäglichen Wirklichkeit statt. Sie eröffnet dir einen neuen Erkenntnis- und Erfahrungsweg und verkörpert eine eigene Sphäre der Selbstbegegnung, die dir Orientierung und Hinweise auf deine Lebensfragen gibt.

Habe keine Erwartungen und lasse dich tragen

Bevor du reist, setze immer eine Absicht – denn: Die Energie folgt immer der Absicht. Der Fokus besteht nicht darin, zielorientiert und effizient zu arbeiten, wie es in BWL-Sprech so schön heißt, sondern um in einem geschützten Raum Erkenntnisse für deinen ganz persönlichen Heilungs-/Lebensweg zu finden.

Ein Tipp: Habe keine Erwartungen oder das Gefühl, irgendetwas erreichen zu müssen. Lasse dich einfach von der rhythmischen Trance der Trommel oder Rassel tragen, bis du schließlich in deine ganz eigene, wunderhafte Anderswelt eintauchst und deine Krafttiere und Spirits kennenlernst.


Botschaften aus der Anderswelt

Wenn du mit der schamanischen Reise vertraut bist, wirst du überrascht sein, wie viel die Anderswelt und deine Spirits über dich wissen und dich in der alltäglichen Wirklichkeit unterstützen können. Manche Wegweiser und Botschaften musst du erst entschlüsseln, bis sie Sinn ergeben.

So gaben mir meine Spirits zu einer Zeit, in der es mir nicht so gut ging, ein Rezept für einen Entgiftungstee oder wiesen mich an, Cranberrysaft zu trinken – und das kurz vor einer sich ankündigenden Blasenentzündung, die dann glücklicherweise wegen des Safttrinkens nicht eingetreten ist. Denn Cranberrysaft kann bei ebendieser eine vorbeugende Wirkung haben, da die Inhaltsstoffe Bakterien daran hindern, sich an der Blasenwand festzusetzen. Und das sind nur zwei einfache Beispiele, die ich auf meinen schamanischen Reisen erfahren habe.


Lichtvolle Wegweiser

Das Schöne beim schamanischen Reisen ist: In der Anderswelt bist du bist frei von Bewertungen und siehst die Welt, die sich vor deinem inneren Auge entfaltet, mit den unbefangenen Augen eines Kindes. Zugleich spürst du tief in deinem Inneren, wie du geborgen gehalten wirst von einer großen, unsichtbaren liebevollen Kraft.

Bei einer schamanischen Reise habe ich niemals Angst empfunden oder zweifelte an dem, wer und wo ich bin, oder was ich tue. So hat mir die schamanische Arbeit immer wieder Hoffnung, Inspiration, Alltagshilfen und lichtvolle Wegweiser geschenkt.

Ich weiß noch, wie mein Leben nach einigen Schicksalsschlägen einem schwarzen, alles verschlingenden Loch erschien. Schamanische Reisen gaben mir immer wieder neuen Mut und Inspirationen für den weiteren Lebensweg.

Auf Schnitzeljagd in der Anderswelt

In jeder meiner Reisen geben meine Spirits mir neue Aufgaben oder Wegweiser. Es fühlt sich manchmal an, wie eine aufregende Schnitzeljagd jenseits der fassbaren Welt, in der es immer wieder neue Hinweise zu entschlüsseln gilt. So habe ich steile Berge erklommen, in unendliche Weiten von Canyons geblickt, wanderte durch Wüsten, balancierte durch enge Felsschluchten, bat vor steinernen Toren um Einlass und lief durch mystische, dunkle Wälder. Währenddessen traf ich auf Wesen, die mir Botschaften übergaben, auf dass ich sie für meinen weiteren Weg und Heilungsprozess in der alltäglichen Wirklichkeit integrieren möge.

Und immer wieder, wenn ich nach einer schamanischen Reise in die diesseitige Welt zurückkehre, reibe ich mir die Augen und frage mich, welcher Ecke meines Geistes nur all diese Bilder entspringen, die einem Fantasyfilm gleichen. Denn ganz ehrlich? So eine grandiose, farbenprächtige Fantasie, um mir all das auszudenken, habe ich nicht, sonst wäre ich schon längst Autorin für phantastische Literatur geworden.

Die Arbeit nach der schamanischen Reise

Eine schamanische Reise dauert meist 15-20 min. Die Trommelschläge bzw. die Rassel verklingen. Ich mache es am Ende meiner Maha gleich und schließe wieder den Heiligen Raum mit 4×7 Trommelschlägen, gehe durch die Reihen und reinige mit Agua de Florida, während die Teilnehmer langsam zu sich kommen. Um dich zu erden, räkele dich, seufze, mache langsame, achtsame Bewegungen, richte dich auf und trinke vor allem etwas. Bleibe für den ersten Moment noch ganz bei dir, schaue nicht, was die anderen um dich herum machen, vielleicht willst du das Gesehene auch gerne aufschreiben. Anschließend sitzen wir zusammen und tauschen uns im Heilkreis über das, was du erlebt hast, aus, und du bekommst von deinen Mitreisenden noch die ein oder andere Inspiration.

Es geht immer um Heilung

Sobald du nach der schamanischen Reise die alltägliche Wirklichkeit betrittst, beginnt die eigentliche „Arbeit“. Es gilt, all die Brotkrumen aus dem Labyrinth der Anderswelt zu deuten und sie in deine „reale“ Lebenswelt zu übersetzen. Hierbei können dich Rituale unterstützen. Wenn du eines Tages soweit bist, kannst du allein reisen und dich von Klängen von CD o. ä. in die Anderswelt führen lassen, wobei eine Reise in der Gruppe immer eine ganz eigene, intensive Energie hat.

Und vergiss nicht: Es geht immer um Heilung. Die Reise ist gut, heilsam und erfolgreich.

Gute Reise 😊

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Voraussetzung für die schamanische Arbeit: Psychische Gesundheit, Stabilität und eine wertschätzende Haltung deinen Krafttieren und Spirits gegenüber. Energiearbeit und schamanische Begleitung sind nicht-therapeutisch und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Wobei mittlerweile interessant ist, dass schamanische Methoden der Psychotherapie mittlerweile weitere Räume erschließen und als Ergänzung betrachtet werden, wenn der Klient nicht mehr reden möchte. So habe ich gelesen, dass die Arbeit auf der spirituellen Ebene den therapeutischen Heilungsprozess dem Klienten wieder seine Lebendigkeit  und vor allem seine Selbstwirksamkeit spüren lässt, mit der er wieder in der Welt wirken kann.

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