Hast Du dieses Wochenende auch schon den ersten Hauch von Frühling gespürt? Strahlend blauer Himmel, das Krächzen der Fasane im Feld, der klopfende Specht, das muntere Zwitschern der Meisen. Was für ein schöner Auftakt für den Februar und natürlich Imbolc, das erste der Jahreskreisfeste. Imbolc markiert die Rückkehr des Lichts und lädt dich ein, den Ballast des Winters abzuwerfen, neue Klarheit zu finden und den Neubeginn zu begrüßen. Alles kann sich nach den zähen, dunklen Wintermonaten und den Rauhnächten noch einmal neu sortieren: Jetzt heißt es, langsam aus dem Winterschlaf zu erwachen und den Nährboden für das Jahr vorzubereiten.
Licht am Ende des Tunnels
Endlich ist es wieder länger hell: Imbolc beschenkt uns mit mehr Sonnenstunden. Es ist das fast schon erlösende Licht am Ende des Tunnels. Imbolc kommt aus dem Altirischen und bedeutet „Rundum-Waschung“. Ursprünglich markierte dieses Jahreskreisfest den 2. Vollmond nach der Wintersonnenwende, ist heute aber auf den 1. Februar datiert. Astronomisch gesehen liegt es etwa in der Mitte zwischen der Wintersonnenwende und der Frühlings-Tagundnachtgleiche.
Zusammen mit Beltane (1. Mai), Lughnasadh (1. August) und Samhain (1. November) verkörpert Imbolc eines der vier großen irischen Jahreskreisfeste. Bis heute werden in Irland Reinigungsfeste gefeiert, bei denen der Winter aus dem Haus getrieben wird. Neben Reinigungswaschungen und Frühjahrsputz ist die Göttin Brigid ein wichtiger Bestandteil des Festes, wird sie doch als Lichtgöttin gefeiert.
Imbolc steht für Reinigung, Erneuerung und die Rückkehr des Lichts. Es ist die Zeit, in der Mutter Erde langsam wieder erwacht und die ersten Frühjahresboten sich bereits zeigen. Traditionell wurden zu alter Zeit die Häuser gründlich gereinigt und mit Kerzen erleuchtet, um die wachsende Kraft der Sonne feierlich zu begrüßen. Imbolc kannst du nicht nur als ein Fest des Erwachens der Natur betrachten, sondern auch des Erwachens in dir selbst.
Februar, der Monat der Reinigung
Der Februar ist der große Reinigungsmonat: Jetzt ist die Zeit, dein Zuhause sowie deine für die Ritualarbeit benutzten Gegenstände wie Räucherschale oder Besen energetisch zu reinigen. Es gilt, die Schwere des Winters zu vertreiben, die Blockaden aufzulösen, um so den Freiraum für positive Veränderungen entstehen lassen, z. B. mit viel Kerzenlicht oder passendem Räucherwerk. Der Februar in seiner Eigenschaft als Reinigungsmonat verdankt seinen Namen wohl den großen Reinigungsfesten im Römischen Reich („Februa“ = Reinigungs- oder Sühnemittel, Reinigungsopfer), die hier gefeiert wurden, um den „Dämonen des Winters“ den Garaus zu machen.
Als Reinigungs- und Fruchtbarkeitsfest lädt Imbolc dich ein, deine Inspirationen und Visionen aus der Ruhephase des Winters nochmals zu überdenken, Dich zu reinigen und Dich endgültig von dem zu verabschieden, was Deiner Seele nicht mehr dienlich ist, um neu ausgerichtet und bewusst in die lichte Zeit des Frühlings zu gehen.
Imbolc wird zwischen Sonnenuntergang und -aufgang gefeiert. Meistens an dem kalendarischen / überlieferten Termin des 1. Februars und dann entweder am Abend des 31. Januar in den 1. Februar hinein oder aus dem 1. in den 2. Februar hinein.
Wie du Imbolc feiern kannst
1. Zeit für Frühjahrsputz & Detox
Imbolc ist ein wunderbarer Zeitpunkt, dich und dein Zuhause frühlingsfrisch zu machen: Schau was dich leichter macht und miste aus, sortiere Papiere, entrümpele dunkle Ecken oder deinen Keller. Mache einen Frühjahrsputz und räuchere alle Räume mit weißem Salbei. Du kannst dich auch selbst reinigen, sowohl innen als auch außen: Bade oder dusche mit Meersalz, mache eine Detox- oder Fastenkur. Überlege, welche guten Ess- und Trinkgewohnheiten du dieses Jahr kultivieren willst. Darüber hinaus kannst du deinen Altar reinigen und neu gestalten sowie mehr Farbe und Frühlingsflair in dein Zuhause bringen.
Schamanische Ritualarbeit, wie z. B. die schamanische Reise oder der Medicine Walk, und entsprechende Yoga-Übungsreihen schenken dir zusätzlich mehr Energie und Leichtigkeit oder unterstützen dich beim Entgiften. Hierbei kann ich dich gerne in der Einzelarbeit unterstützen.
2. Mache Lärm!
Auch mit Klang lassen sich die „bösen“ Geister des Winters vertreiben und die „guten“ Geister herbeirufen. Das siehst du besonders beim Fasching. Von daher: Spiele laute Musik, trommele, tanze, bewege dich, schüttele die Spinnweben des Winters von dir ab.
3. Mache ein Lichtritual
Beim Vollmond oder in der Nacht davor zünde Kerzen an (oder Teelichter) und stelle sie auf die Fensterbank. Streue Salz um sie herum (vertreibt negative Energien) und lasse sie abbrennen. Am Morgen entfernst Du das Salz, das die negativen Energien aufgenommen hat. An Imbolc ist Kerzenlicht besonders wichtig, da Brighid die Göttin des Feuers, der Heilung und der Fruchtbarkeit ist. Das Licht der Kerzen symbolisiert die in den kommenden Monaten zunehmende Kraft der Sonne und die damit verbundene Hoffnung auf den Frühling.
4. Verabschiede Altes mit einem Loslass-Ritual
Schreibe auf einen Zettel, wen oder was du in diesem Jahr verabschieden willst. Verbrenne den Zettel anschließend in einer Feuerschale. Die Asche kannst du dann an Mutter Erde abgeben, z. B. in einem Bach oder Fluss verstreuen. Bedanke dich anschließend bei deinen Spirits, bei Mutter Erde und Vater Himmel.
5. Weihe dir eine Kerze
Hier weihst Du eine oder mehrere Kerzen ein, die Dich über das ganze Jahr bei den Jahreskreisfesten begleiten werden. Zünde weiße oder gelbe Kerzen an, um das Licht zu ehren und die Kraft der Brighid willkommen zu heißen. Du kannst währenddessen eine Affirmation sprechen, wie z. B.: „Ich lade neue Energie und Inspiration in mein Leben ein.“
6. Wo soll 2026 dein Platz sein?
Meine schamanische Lehrerin sagte mal, an deinem wahren Platz bist du immer am stärksten. Wenn du im Leben nicht deinen wahren Platz findest bzw. einnimmst – wie willst du dann wachsen? Wie stark sind dann deine Wurzeln?
So kannst du dir zu Imbolc folgende Reflexionsfragen stellen:
Stehst du fest auf deinem (Nähr-)Boden?
Hast du ein festes Fundament, auf dem du aufbauen kannst?
Was willst du aus deinem Herzen heraus wirklich für dich auf deinem Lebensweg ändern?
Was lässt deine Seele in 2026, dem Jahr der 10, in dem es um Alles oder Nichts geht, aufblühen?
Sei mutig, dem Ruf des Herzens zu folgen
In 2026, einem Zyklus der Zahl 10 (= Quersumme aus 2+0+2+6), ist es für dich besonders bedeutsam, dir endlich dein eigenes Licht zu „erlauben“ und es dir nicht länger dimmen zu lassen. „Wohin will ich gehen? Was will ich wirklich?“ sind jetzt genau die Fragen, die du dir zur Vorbereitung auf dein Frühlingserwachen stellen kannst. Höre in dein Herz und frage dich kritisch, ob du zu Jahresbeginn schon wieder in alte Routinen verfällst oder wirklich nach etwas Höherem strebst. Vergiss nicht: Die Energie folgt der Absicht.
Das Jahr 2026 und seine Qualität im Zeichen der 10 lädt dich zu einem Mutausbruch ein. Mut und ein von Herzen engagierter Plan sind der Weg, dieses Jahr deine Erfüllung zu finden, heißt es im Numerology Forecast für den Monat Februar.
Es gilt, mutig zu sein und dem Ruf des Herzens zu folgen. Und so höre mal in dein Herz hinein. Stelle es dir als deinen spirituellen Beschützer vor, der dir sagt: „Ich sehe dich, ich bin bei dir, und es gibt nichts, bei dem ich dir nicht helfen kann. Leg deine Last bei mir ab, ich stehe hinter dir.“
Es gilt auch, sich 2026 immer wieder an die Qualität der 10 zu erinnern: Die 10 vereint Da-Sein und Leere zugleich, die Essenz allen Seins – Alles oder Nichts. Sie fordert uns dieses Jahr besonders dazu auf, unser lichtvolles Ich aller stürmischen Widrigkeit zum Trotz zu zeigen – oder im Schatten zu bestehen, ohne uns selbst in einem schwarzen Loch zu verlieren. Es ist ein Jahr der Entscheidung, ein Jahr des siegesmutigen Neubeginns.
Alles, was in 2026 strahlen und wachsen will, bereitet sich jetzt darauf vor, lichtvoll zu erblühen.
Was willst DU in diesem Jahr zum Strahlen und Aufblühen bringen?
Lasse Dich in Zeiten wie diesen tragen von der Kraft des Kundalini Yoga, Schamanismus & des Heilkreises:
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